Tja, vielleicht liegt es auch an den blühenden Landschaften, die gerade verblühen, während enorme Summen ins Ausland gehen, ohne dass das in Deutschland zu Verbesserungen oder nur zur Stabilisierung führt. „Blühende Landschaften“ war ein Heilsversprechen ähnlich wie, dass die EU ein „Friedensprojekt“ für die Ewigkeit sei. Was sollte die Politik daraus lernen?
Keine Heilsversprechen, die man nicht aus eigener Kraft erfüllen kann. Sobald man auf andere Nationalstaaten angewiesen ist, beherrscht man die Steuerung nicht mehr. Das Ringen um Kompromisse führt dann zu Stillstand oder international zu Egoismen. Deshalb sind Kompromisse nicht die Lösung, sondern eine strikte Konzentration auf das national Machbare. Das erfordert klare Positionen und eben nicht von allem ein bisschen. Es interessiert nicht, was Journalisten der französischen Le Pen oder der italienischen Meloni zuschreiben. Ob das zutrifft, ist auch noch eine ganz andere Frage.
In der EU wird ohnehin ständig mit falschen Ansagen operiert. Andere Länder vertreten ihre nationalen Interessen, nicht eine Gleichmacherei innerhalb der EU. Das ist legitim. Mögen sie ihre Interessen mit den Möglichkeiten ihrer Länder, ihrer Bonität an den Kapitalmärkten und ihren Altlasten etwa in Afrika umsetzen. Deshalb geht die Welt nicht unter. Es würde aber die Heilsversprechen schnell enttarnen. In einem hatte Merkel Recht: Politik ist die Kunst des Machbaren. Und der Raum des Machbaren wird immer kleiner. Die AfD hat das erkannt und wird schon deshalb der Zukunft ein Gesicht geben. Dieses Gerede, man müsse dem Volk Hoffnung geben, ist das nächstes hohle Narrativ.
Von Hoffnung kann man nicht leben, genau so wenig wie von Luft und Liebe. „Hoffnung erzeugen“ ist ein Eingeständnis einer deutlichen Schieflage, ein verbales Pflaster auf Missmut oder gar Verzweiflung. Und die Hoffnung kann trügerisch sein, wie „Heilsversprechen“ fast immer. 💙💙💙 Dagegen ist das Versprechen von Weidel sogar bescheiden: „wir werden regieren und zeigen, was die AfD kann.“ 💙💙💙
Zum WELT-Interview mit dem Historiker Magnus Brechtken: „Viele Westdeutsche haben mittlerweile die Nase voll angesichts der ständigen Klagen aus dem Osten“ (Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a8bf746511d4fd3bc4e1d32/historiker-brechtken-viele-westdeutsche-haben-mittlerweile-die-nase-voll-angesichts-der-staendigen-klagen-aus-dem-osten.html, Letzter Aufruf: 25.08.26)