60 Millionen Bürger in Deutschland laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2012 ganz ohne „ethnische Säuberungen“ durch die AfD

Dr. Joachim M. Keiler

Der Kanzler sollte sich schämen, die AfD im Deutschen Bundestag so infam zu diffamieren! Heute ändert sich die Bedeutung der AfD in Sachsen und im Bund. Wir hatten und haben in enorm vielen Punkten recht. Wir sind die neue Volkspartei. Und am Willen des Volkes führt in einer Demokratie kein Weg vorbei.

Jetzt klappt es nicht mit der Verbotsdebatte. In der Generaldebatte versteigt sich der Kanzler zu dem Vorwurf, wir wollten „ethnische Säuberungen“ vornehmen. Völlig am Parteiprogramm der AfD vorbei und unbelegt. In Talkshows kramen Politiker und Journalisten in krampfhaften „Rettungsversuchen“ einen Redebeitrag auf der HV der Jugendorganisation der GD hervor, wonach man auch ein Deutschland mit 60 Millionen Bürgern organisieren könne.

Soll ich mal verraten, woher diese Zahl stammt?

Schon Mitte der 2000er hatte die Bertelsmann Stiftung prognostiziert, dass bei der hochgerechneten Überalterung der Gesellschaft bis zum Jahr 2050 die deutsche Bevölkerung auf 60 Millionen schrumpfe und wir deshalb Zuwanderung bräuchten. Sonst sinke das Bruttoinlandsprodukt und der Wohlstand würde schwinden. Dem ist schon Biedenkopf entgegengetreten und wollte Wohlstand ohne Wachstum erzeugen. Sein enger Berater Prof. Meinhard Miegel schrieb ein Buch über „EXIT – Wohlstand ohne Wachstum“. Die Grünen mobilisieren übrigens ständig gegen die „Wachstumsthese“ wegen des überbordenden Konsums und der damit verbundenen Umweltschäden. Und wie viele Arbeitsplätze die KI noch kosten wird, ist da noch gar nicht eingepreist. Also mal halblang. Die Idee, über das BIP und eine reduzierte Bevölkerungszahl sozial gerecht zu diskutieren, ist mehr als angebracht.

Zudem war die Prognose einer stark schrumpfenden Bevölkerung falsch. Durch grenzenlose Migration sind wir aktuell schon bei 85 Millionen Menschen und nicht, wie die Bertelsmann-Studie für 2030 prognostizierte, bei 79 Millionen. Und da kommen weder unsere Infrastruktur noch unsere sozialen Systeme hinterher.

Auch ist die Geburtenrate der Deutschen seit dem Zeitpunkt der Studie gesunken. Die Migration hat den Wohlstand nicht gehalten, sondern verringert, weil vornehmlich in unsere Sozialsysteme eingewandert wird. Da kann man nicht außer Betracht lassen, dass wir aufgrund der Demografie mit einer sinkenden Bevölkerungszahl zu rechnen haben. Vielleicht sollte man Biedenkopf und Miegel nochmals lesen und überlegen, ob wir in Deutschland nicht auch eine Gesellschaft mit 60 oder 65 Millionen Menschen organisieren können. MP Kretschmer war zur Zeit Biedenkopfs in der JU und offener Anhänger der Wirtschaftspolitik Biedenkopfs. Ich muss ihn daran erinnern.

Die zusammengefasste Geburtenziffer in Deutschland lag im Jahr 2012 bei 1,41 und sank bis zum Jahr 2025 auf 1,32 Kinder je Frau.

Statistisches Bundesamt, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/07/PD26_230_12.html, Letzter Aufruf: 10.09.26
Statistisches Bundesamt, https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer-Wandel/Aspekte/demografie-geburten.html, Letzter Aufruf: 10.09.26
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Bertelsmann-Stiftung, https://rsm-bst-update.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/GP_Den_demografischen_Wandel_gestalten_Weichen.pdf, Letzter Aufruf: 10.09.26
Bundestag, https://www.bundestag.de/webarchiv/textarchiv/2011/35005393_kw27_miegel-205870, Letzter Aufruf: 10.09.26
WELT, https://www.welt.de/print-wams/article112971/Meinhard-Miegel-der-Initiator-des-Buergerkonvents.html, Letzter Aufruf: 10.09.26